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                 Österreichische Polizei Handball Nationalmannschaft     der Herren
Gemeinsamer Trainingslehrgang mit den Schweizer Kollegen in Filzbach (CH) vom 24.03 - 27.03.2013    Während der Osterferien luden uns die Schweizer Kollegen zu einem gemeinsamen Trainingslehrgang ins Sportzentrum Kerenzerberg nach Filzbach (Kanton Zürich) ein um dort im Rahmen der Trainingseinheiten  2 freundschaftliche Ländervergleichskämpfe abzuhalten.  Auf getrennten Wegen startete man bei sehr frostigen Temperaturen zu früh morgendlicher Stunde die Mission “Revanche für die bittere Niederlage beim EM-Quali-Spiel im März 2012 in Bärnbach”.  Die NÖ-Connection (Thomas Bobens, Peter Praxl, Peter Marek, Peter Teichtmeister, Michael Hummel, Martin Obermayr, Philipp Brabenetz und unsere neue Physiotherapeutin Tammy Hildebrandt, die für Doris Mörtel kurzfristig eingesprungen war) traf sich um 06:00 Uhr in Krems um in Folge via A1 mit kurzen Zwischenstopp in Ansfelden (Andreas Burglechner) bis nach Salzburg zur LPD Salzburg zu reisen.  Bei Eintreffen um ca. 08:45 Uhr wartete bereits der große Mannschaftsbus der LPD Steiermark, der in der Zwischenzeit aus Richtung Graz via Kärnten zum gemeinsamen Treffpunkt kam, auf uns. Unser Trainergespann Heinz Raimann und Heinz Peterka sowie die Spieler Peter Mayr und Horst Nusser nahmen uns herzlich in Empfang. Nun konnte die Weiterfahrt gegen Westen nach Tirol und Vorarlberg fortgesetzt werden um die restlichen Spieler Thomas Heiss und Christian Hellrigl aufzunehmen.  Nach zehnstündiger Anreise (keine Verkehrsbehinderungen) traf das Team um ca. 15:30 Uhr im Sportzentrum Kerenzerberg ein. Die Zimmer wurden nach kurzer Einweisung unseres Schweizer Kollegen Andreas Kohlreiter sogleich bezogen und die Trainingsutensilien ausgepackt, da um 17:00 Uhr noch eine Trainingseinheit geplant war. Somit konnten die schweren Beine gleich ein wenig aufgelockert werden.  Nach dem Training traf sich die Mannschaft in der Lobby um dort auf das gemeinsame Essen zu warten. Die Lobby sollte sich mit Fortdauer zum Hauptaufenthaltsort für die Handy-Junkies in den Pausen herauskristallisieren, da dort die einzige Örtlichkeit mit einer gratis W-LAN-Verbindung bestand.  Am nächsten Tag stand am Vormittag ein Training und am Nachmittag das erste Trainingsspiel auf dem Programm. Im Rahmen des Trainings wurden alte und neue Varianten erprobt um für das Spiel gegen die Schweizer gerüstet zu sein.  Leider konnte die Mannschaft nicht komplett anreisen, da es mehrere Verletzte/Kranke (Günter Haralter, Stephan Walter, Heribert Kogler) sowie ein Karriereende (Michael Pfeifenberger) zu beklagen gab. Daher musste bei der Aufstellung ein wenig improvisiert bzw.  auf Grund des engen Kaders (9 Feldspieler) mit der Kraft sorgsam umgegangen werden.  Voll motiviert startete die Mannschaft in das erste Spiel, erwischte allerdings nicht den besten Start, da man im ersten Drittel mit 8:9 verlor. Es wurden trotz bester Chancen im Konter bzw. normalen Angriffsspiel das Tor kläglich nicht getroffen. Bei einer besseren Chancenauswertung hätte man bereits nach 20 Minuten locker mit 5 Toren in Front liegen können.  Im 2ten Drittel konsolidierte sich das Team und konnte auf 18:16 stellen. Nach einer kurzen Pause startete die Mannschaft in den letzten Spielabschnitt. Durch einige unnötige Fehlwürfe, ohne den freien Mann ins Spiel einzubinden, geriet man wieder in Rückstand. Doch die Mannschaft zeigte Moral und konnte durch einen Gewaltwurf von Peter Mayr das Unentschieden fixieren. Einzig Philipp Brabenetz konnte an diesem Tage eine herausragende Leistung mit 11 Treffern aufweisen.  Erschöpft vom Spiel suchten die Spieler Regeneration bei unserer Physiotherapeutin Tammy Hildebrandt, damit wieder die Blessuren einem beschleunigten Heilungsprozess zugeführt wurden, wobei sie ihre Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit aller Betreuten erledigen konnte.  Am nächsten Tag stand ein Kulturprogramm im Vordergrund. In Sargans wurde am Vormittag das dortige Eisenerzbergwerk besucht. Gemeinsam mit den beiden pensionierten Kumpel fuhr man nach einem 20-minütigen Kurzfilm ca. 2 km mit dem Zug bei konstant 13 Grad  in den Berg hinein. Aufgeteilt in 2 Gruppen machte man einen Rundgang durch das bereits stillgelegte Bergwerk und konnte dabei als Highlight die ehemaligen Bohrer und Bagger mit einer Livevorführung in Aktion bewundern. Nach einem kurzen Umtrunk im Bergwerk verließ man wieder den Berg, ohne zum Glück jemanden zu vergessen.  Das Mittagessen wurde dann im Quartier eingenommen. Im Anschluss bot sich am Nachmittag die Gelegenheit eine kleine Stadt (ca. 20.000 Einwohner) mit Namen Rapperswil zu besuchen. Ein kleiner Rundgang durch die Altstadt mit Besuch des Burgkaffees machte die Stadt, abgesehen vom schlechten Wetter, sehr sympathisch.  Da das 2te Trainingsspiel erst um 20:00 Uhr stattfinden sollte, konnten am späten Nachmittag noch pyhsiotherapeutische Behandlungen durchgeführt werden, damit alle Spieler fit genug waren.  Dieses Mal wollten die Schweizer wie üblich 2x30 Minuten spielen, was uns natürlich auf Grund des engen Kaders nicht ganz entgegen kam. Man merkte gleich zu Beginn des Spieles, dass die Schweizer an diesem Abend unbedingt als Sieger vom Platz gehen wollten. Entsprechend schlecht startete unser Team, aufgrund schlechter Chancenauswertung, wieder in das Spiel. Nach kurzer Zeit stand es 2:7 für die Schweizer Kollegen, wobei die deutliche Führung durch deren starken Torhüter entscheidend unterstützt wurde.  Bis zur Pause konnte der Rückstand Tor um Tor aufgeholt und ein 10:10 erspielt werden.  In der 2ten Hälfte konnte sich zunächst keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Doch mit Fortdauer des Spieles wurde die ÖPHN stärker, spielte konzentriert die Chancen bis zum freien Spieler zu Ende und konnte sich mit 3 Toren verdient absetzen. Dieser Vorsprung sollte bis zum Schluss gehalten werden, wobei durch einen 7-Meter in der letzten Sekunde das Ergebnis noch kosmetisch auf 21:19 aus Sicht der Schweizer verbessert werden konnte. Damit war der Bann gebrochen und war die ÖPHN erstmals als Sieger gegen die Schweiz vom Platz gegangen.  Dies musste natürlich im gut ausgestatteten Partyraum im Keller (Tischtennis, Tischfußball, Billard, Tanzfläche) gebührend gefeiert werden, wobei die Schweizer Kollegen keine schlechten Verlierer waren und ebenso den Abend mit uns gemeinsam ausklingen ließen.  Bei besten Wetterbedingungen, erstmals konnten wir die traumhafte Bergkulisse gegenüber des Walensee bewundern, verabschiedeten wir uns mit einem Gruppenbild mit den Schweizern von dem toll ausgestatteten Sportzentrum, mit der Absicht irgendwann gerne wieder zu den mittlerweile guten Bekannten zurück zu kommen um einen gemeinsamen Trainingslehrgang zu absolvieren!  Nach einer anstrengenden Rückreise kam man am Mittwoch in den Abendstunden wieder wohlbehalten, abgesehen von ein paar blauen Flecken und kleineren Blessuren, in unserer geliebten Heimat wieder an.  Ein besonderen Dank möchte die Mannschaft dem Dienstgeber aussprechen, der für diesen Lehrgang 2 Tage Sonderurlaub gewährte. Weiters gilt ein besonderes Dankeschön Elisabeth Schubrig, die als treuester Fan für beide Spiele extra nach Filzbach angereist war und uns vor Ort fest die Daumen drückte.  Ebenso erwähnenswert wären noch die Verantwortlichen der Firma KABA, Thilo Deutsch sowie des WINWIN Krems, Siegrun Topf, die uns zum professionellen Erscheinungsbild der Mannschaft mit einheitlichen Sporttaschen (KABA) sowie Softshelljacken (WINWIN) unterstützt haben.    Fazit:  toll organisierter Trainingslehrgang inklusive Kulturprogramm, bestens ausgestattetes Trainingszentrum, sehr gute Verpflegung, 2 erfolgreiche Trainingsspiele (aktueller Stand aller Begegnungen 1:1:1), optimale physikalische Betreuung durch Tammy Hildebrandt Back